Weiterführende Informationen und Lizenzierung


Befähigungsüberprüfung & Kompetenzbeurteilung:

Auf diesen Seiten finden Sie weiterführende Informationen zum Checkflug bzw. zur Befähigungsüberprüfung und zur Kompetenzbeurteilung für die Verlängerung und Erneuerung von folgenden Berechtigungen. Der Lizenzersterwerb ist ebenfalls möglich, ggf. nach vorheriger Rücksprache der verantwortlichen Behörde.

 

Keine Prüfung läuft ohne ausführliches Briefing ab, in dem detailliert der gesamte Prüfungsablauf und die gestellten Anforderungen besprochen und alle Unklarheiten beseitigt werden.

 

Im Anschluss an den Prüfungsflug erfolgen ein ausführliches Debriefing und die Prüfungsdokumentation.

Alle Befähigungsüberprüfungen und Kompetenzbeurteilungen verlaufen exakt nach den Inhalten der unter www.lba.de herunterladbaren Prüfungsprotokolle.

 

Die Highlights der verschiedenen Befähigungsüberprüfungen für Klassenberechtigungen und Musterberechtigung C525 sowie der Kompetenzbeurteilung für Fluglehrer finden Sie nachfolgend zu Ihrer Vorbereitung.

 

 

Befähigungsüberprüfung TMG, SEP, MEP:

 

Verlängerung oder Erneuerung eines TMG, SEP oder MEP PIC, ggf. mit IR:

–  Vorflugkontrollen (außen & innen)
–  Anlassen der Triebwerke (normal & Störungen)
–  Rollen
–  Kontrollen vor dem Start
–  Startabbruch bei angemessener Geschwindigkeit
–  Steigflug (Vx, Vy), Übergang zum Horizontalflug
–  Flugübungen:
– –  Steilkurven (45°)
– –  Überzogene Flugzustände (1 oder 2 der folgenden Möglichkeiten):
– – –  Überzogener Flugzustand in Reisekonfiguration
– – –  Annäherung in Sinkflugkurve in Anflugkonfiguration
– – –  Annäherung in Landekonfiguration
– – –  Annäherung in Steigflugkurve und Startkonfiguration mit Startleistung
–  Bedienung des Autopiloten
–  Anflugverfahren
–  Simulierte Notlandung ohne Motorhilfe
–  Normale Landung / Aufsetzen und Durchstarten
–  Simulierter Triebwerksausfall nach dem Start
–  Durchstarten aus Mindesthöhe
–  Landung ohne Landeklappen

 

Für IR zusätzlich:

–  Abflug nach IFR
–  IFR-Streckenflug
–  Warteverfahren
–  ILS-Anflug mit Entscheidungshöhe 200 ft oder Minimum (mit dem Autopiloten bis maximal zum Glideslope)
–  Non-Precision-Anflug bis MDA und MAP
–  Flugübungen, einschließlich simulierten Ausfalls von Kompass und Fluglageanzeige:
– –  Standardkurven
– –  Beenden ungewöhnlicher Fluglagen

 

Für MEP (IR) zusätzlich:

–  Simulierter Triebwerk-Ausfall während des Starts (IFR) in sicherer Höhe
–  (IFR-) Anflug und Durchstarten mit simuliertem Triebwerk-Ausfall
–  (IFR-) Anflug und Landung bis zum Stillstand mit simuliertem Triebwerk-Ausfall

 

 

Befähigungsüberprüfung C525:

 

Verlängerung oder Erneuerung einer C525 PIC IR (MP ops):

–  Gebrauch der Checkliste vor dem Anlassen der Triebwerke, Anlassverfahren, Überprüfung der Funk- und Navigationsausrüstung, Auswahl und Einstellung der Navigations- und Sprechfunkfrequenzen
–  Kontrollen vor dem Start
–  Startabbruch bei einer angemessenen Geschwindigkeit vor V1
–  Simulierter Triebwerkausfall nach Erreichen von V2 im Abflug
–  Normaler und außergewöhnlicher Betrieb folgender Systeme (mindestens drei Übungen):
– –  Triebwerk
– –  Druckkabine
– –  Pitot-Anlage / statische Druckanlage
– –  Kraftstoffanlage
– –  Elektrische Anlage
– –  Hydraulikanlage
– –  Steuer- und Trimmanlage
– –  Eisverhütung- und Enteisungsanlage, Scheibenheizung
– –  Autopilot / Flugkommandoanlage
– –  Überziehwarn- und Überziehvermeidungsvorrichtung
– –  Bodenannäherungswarnanlage, Wetterradar, Funkhöhenmesser, Transponder
– –  Funkgeräte, Navigationsgeräte, Instrumente, Flugmanagementsystem,
– –  Fahrwerk und Bremssystem
– –  Klappen
–  Außergewöhnliche Verfahren und Notverfahren (mindestens drei Übungen):
– –  Maßnahmen bei Feuer von z.B. Triebwerk, Kabine, Gepäckraum, Cockpit, Tragfläche oder elektrischen einschließlich Evakuierung
– –  Rauchbekämpfung und Rauchentfernung
– –  Triebwerkausfall, Abstellen und Wiederanlassen in sicherer Höhe
– –  Windscherung bei Start / Landung
– –  Simulierter Kabinendruckabfall / Notsinkflug
– –  Besatzungsausfall
– –  Andere Notverfahren gemäß AFM
–  Einhaltung von Ab- und Anflugstrecken und ATC-Anweisungen
–  ILS-Anflug manuell mit simuliertem Triebwerkausfall bis zur Entscheidungshöhe
–  Durchstarten mit simuliertem Triebwerkausfall
–  Nichtpräzisionsanflug – ggf. ebenfalls mit simuliertem Triebwerk für anschließende Landung mit simuliertem Triebwerkausfall.
–  Landung mit simuliertem Triebwerkausfall

 

Für SP ops zusätzlich:

–  Simulierter Triebwerkausfall nach Erreichen von V2 im Abflug
–  ILS-Anflug mit simuliertem Triebwerkausfall
–  Durchstarten am Minimum mit simuliertem Triebwerkausfall
–  Nichtpräzisionsanflug mit simuliertem Triebwerkausfall
–  Landung bis zum Stillstand mit simuliertem Triebwerkausfall

 

 

Kompetenzbeurteilung für Fluglehrer:

 

Ersterwerb, Verlängerung und Erneuerung einer Lehrberechtigung, hier FI:

 

  • Beurteilung der Kompetenz für die Vermittlung von Kenntnissen während der Vorflug-, Nachflug- und theoretischen Ausbildung;
  • mündliche theoretische Prüfungen am Boden, Besprechungen vor dem Flug und nach dem Flug und Vorführungen während des Fluges bei den praktischen Prüfungen in der entsprechenden Luftfahrzeugklasse oder dem entsprechenden Luftfahrzeugmuster;
  • geeignete Übungen zur Bewertung der Kompetenzen des Lehrberechtigten.

Ergo:

  • Theoretische Befragung zu den Fachgebieten
  • Lehrprobe (45-Minuten) über ein Fachthema (nur FI)
  • Briefing
  • Flug (ca. 1 h): Übungen werden mit Prüfling abgestimmt
  • Debriefing

 

 

Informationen zu Erwerb, Verlängerung und Erneuerung von Lizenzen oder Berechtigungen nach EU VO Teil-FCL:

 

Seit 9. April 2013 richten sich Erwerb, Verlängerung und Erneuerung von Pilotenlizenzen und -berechtigungen nach der EU Verordnung Teil-FCL.

 

Hier die wichtigsten Neuerungen zu den Themen Erwerb, Verlängerung und Erneuerung von Berechtigungen:

 

Für den Ersterwerb von Lizenzen und Berechtigungen wird nach Abschluss der Ausbildung und Anmeldung zur Prüfung von der zuständigen Behörde ein Prüfer zugewiesen. Sollte es sich um die Erweiterung einer Berechtigung handeln (z.B. von SEP IR auf MEP IR), dann kann der Prüfling seinen Prüfer selbst bestimmen und mit diesem direkt einen Termin für den Prüfungsflug vereinbaren. Dabei ist zu beachten, dass der Prüfer ausreichend qualifiziert sein muss. Die Abnahme eines IR-Skill-Tests (IR-Erstprüfung auf jeder einzelnen Klasse) kann ausschließlich durch einen IRE erfolgen. Ein CRE reicht hierfür nicht aus. Kontaktdaten und Umfang der Prüferanerkennung können der Liste anerkannter Flugprüfer auf der LBA Homepage entnommen werden.

 

Sollten die notwendigen Voraussetzungen für eine Verlängerung nicht vorliegen, so können diese durch eine Befähigungsüberprüfung ersetzt werden. In diesem Fall ist innerhalb der letzten drei Monate vor Ablauf der zu verlängernden Berechtigung eine Befähigungsüberprüfung mit einem frei wählbaren Prüfer durchzuführen.

 

Eine MEP oder IR Berechtigung ist immer durch eine Befähigungsüberprüfung zu verlängern.

 

Für SEP ergibt sich folgende Besonderheit: Zur Verlängerung eines SEP muss zusätzlich zu den geforderten 6 Stunden als PIC und 12 Starts und Landungen ein Schulungsflug von mindestens einer Stunde Dauer mit einem Fluglehrer innerhalb der Gültigkeitsdauer der Berechtigung durchgeführt werden. Die Verlängerung kann in diesem Falle jedoch ausschließlich die zuständige Behörde gegen eine entsprechende Gebühr vornehmen, da Handeinträge in Lizenzen ausschließlich von Flugprüfern durchgeführt werden dürfen.

 

Ein Fluglehrer kann die Berechtigung nur dann verlängern, wenn er gleichzeitig auch Flugprüfer ist. Es ist daher in der Regel unkomplizierter und preiswerter gleich eine Befähigungsüberprüfung mit einem Flugprüfer durchzuführen, da die Flugzeit einer SEP Befähigungsüberprüfung in der Regel kürzer ist als eine Stunde und die Berechtigung direkt vom Prüfer durch Handeintrag verlängert werden kann.

 

Ist die Berechtigung bereits abgelaufen, so ist zunächst von einer ATO (Flugschule) der Trainingsumfang festzulegen, der vor der Abnahme einer Befähigungsüberprüfung zur Erneuerung der Berechtigung zu absolvieren ist. In diesem Fall kann der Prüfer für die anschließende Befähigungsüberprüfung wiederum frei gewählt werden.

 

Da für die Erneuerung einer Berechtigung nun in der Regel nach Gutdünken der Flugschulen auf Grundlage der Acceptable Means of Compliance (AMC) AMC1 FCL.625 (c) und AMC1 FCL.740 (b) (1) eine Auffrischungsschulung erfolgen muss, ist es ratsam jede Berechtigung rechtzeitig zu verlängern und keinesfalls verfallen zu lassen.

 

Für die Verlängerung von Lehrberechtigungen sind zwei der drei folgenden Bedingungen zu erfüllen:
1. Innerhalb der dreijährigen Gültigkeitsdauer der Berechtigung sind 50 Ausbildungsstunden nachzuweisen, davon 10 Stunden IR-Ausbildung innerhalb der letzten 12 Monate vor Ablauf, wenn eine IR-Lehrberechtigung verlängert werden soll.
2. Die Teilnahme an einem Auffrischungsseminar für Lehrberechtigte ist nachzuweisen.
3. Das Bestehen einer Kompetenzbeurteilung innerhalb der letzten 12 Monate vor Ablauf der Berechtigung ist nachzuweisen. Diese Kompetenzbeurteilung kann ausschließlich von Prüfern mit FIE Anerkennung durchgeführt werden und ist für jede zweite Verlängerung der Lehrberechtigung obligatorisch!

 

Für die Erneuerung einer Lehrberechtigung muss innerhalb von 12 Monaten vor Erneuerung der Berechtigung an einem Auffrischungsseminar für Lehrberechtigte teilgenommen und eine Kompetenzbeurteilung erfolgreich abgelegt werden.